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Projektmanagement, Projekt, Software

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Samstag, 24.06.2017

Teilabnahme

Bei der Errichtung eines größeren Werkes oder umfangreichen Softwaresystemen kann es notwendig sein, einzelne fertige Elemente vor der endgültigen Fertigstellung des Projektes abnehmen zu lassen.  Die Inbetriebnahme eines einzelnen Abschnittes kann für das jeweilige Unternehmen von hoher Bedeutung sein. Es gelten bei einer Teilabnahme allerdings keinerlei verbindliche Regelungen. Ist eine Teilabnahme vorgesehen, sollte dies im Vorhinein vertraglich detailliert vereinbart sein.

 

Teilabnahmen werden immer dann vorgenommen, wenn die Zeit für eine Abnahmeprüfung nicht mehr gewährleistet ist oder man die einzelnen Teile des Projektes bei der vollständigen Erfüllung der Arbeit nicht mehr überprüfen kann. So kann beispielsweise der Läufer eines Generators nach der  endgültigen Installation nicht mehr auf seine Materialbeschaffenheit hin geprüft werden.

 

Eine Teilabnahme ist dann sinnvoll, wenn einzelne Abschnitte eines Projektes abgeschlossen sind und dieser Teil der Arbeit auch bei Fertigstellung des gesamten Projektes überprüft würde.

 

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Allein im Bauwesen findet die Teilabnahme eine rechtliche Grundlage. So besagt §12 Abs.2 der VOB/B: „ Auf Verlangen sind in sich abgeschlossene Teile der Leistung besonders abzunehmen“. Allerdings wird der Begriff der Abgeschlossenheit in diesem Fall sehr eng gefasst. So müssen die Arbeitsschritte zur Gänze abgeschlossen sein. Mit der Änderung der DIN 69905 aus dem Jahr 1997, die 2007 in DIN 69901-5 aktualisiert wurde, ist die Teilabnahme nicht mehr gesondert betrachtet. So können auch Teilergebnisse Gegenstand der Abnahme sein.  Falls es nicht anders vertraglich festgehalten ist, gehen mit der Teilabnahme die gleichen rechtlichen Konsequenzen einher wie mit der Abnahme. Mit der erfolgreichen Teilabnahme geht auch der Vergütungsanspruch durch den Auftragnehmer einher. Ebenso ist der Auftraggeber mit der Teilabnahme in der Pflicht die Risiken für mögliche Schäden zu tragen.

 

Eine vorzeitige Teilabnahme bringt jedoch auch einige Vorteile mit sich. So können Mängel schon vorzeitig erkannt und behoben werden. So können Fertigstellungstermine besser eingehalten werden. Erkennt man die Mängel erst zu spät, kann es zu einer erheblichen Verzögerung der Fertigstellung kommen. Es empfiehlt sich also sowohl für den Auftragnehmer als auch den Auftraggeber, im Vorhinein zu klären, welche Teilabnahmen zu welchem Zeitpunkt durchgeführt werden sollen und ob noch eine Gesamtabnahme erfolgen soll. Auch sollte im Vorgespräch geklärt werden, wie man sich bei eventuellen Komplikationen verhält.