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Projektmanagement, Projekt, Software

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Mittwoch, 28.06.2017

Scrum

Scrum (eng. Gedränge) ist eine Arbeitsmethode der agilen Software-Entwicklung. Der Einsatz von Scrum geht von der Prämisse aus, dass zahlreiche Softwareprojekte, bedingt durch ihre ausufernde Komplexität, nicht durchgängig planbar sind. Die Vorgehensweise nach der Scrum-Methode versucht daher arbeits- und kleinteilig zu agieren, um die Komplexität zu reduzieren.

 

Im Gegensatz zur klassischen Vorgehensweise im Projektmanagement, in der  Anforderungen gelistet und sich in Lasten- und Pflichtenheften niederschlagen, die dann sukzessive abgearbeitet werden, geht Scrum von einer Vision aus, deren Funktionalitäten aus Anwendersicht entwickelt werden.

 

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Bei der Scrum-Vorgehensweise werden verschiedene Rollen definiert, wobei bewusst auf hierarchische Strukturen verzichtet wird. Der Scrum Master überwacht die Arbeitsbedingung und die Einhaltung der Regeln, der Product Owner bildet die Schnittstelle zum Kunden, das Team agiert selbstorganisiert, entwickelt das Produkt und ist für die Einhaltung von Qualitätstandards verantwortlich. Zusammen mit Scrum Master und Product Owner bilden sie das Scrum Team.

 

In vier sogenannten „Sprints“ wird ein Scrum-Projekt gesteuert. Im Sprint Planning Meetin 1 werden die vordefinierten User Stories vom Product Owner mit dem Team verifiziert, die Anforderungen definiert und die „of Done“-Kriterien festgelegt. Das Team entscheidet hierbei eigenständig, wie viele User Stories im nächsten Sprint abgearbeitet werden. Ziel ist es, ein gebrauchsfertiges, ausführlich getestetes Tool abzuliefern.

 

Das Sprint Meeting 2 ist ein separates Meeting des Entwicklerteams, in dem Detailprobleme und Lösungen besprochen und Aufgaben („Tasks“)vergeben werden, die zusammen mit den User Stories abgearbeitet werden. Im Daily Scrum erfolgt ein kurzer Informationsaustausch über den täglichen Arbeitsfortschritt und der abschließende Sprint Review sieht Überprüfung der vereinbarten Ziele vor. Der Product Owner überprüft hierbei, ob die in den Sprint Meetings festgelegten Kriterien erfüllt wurden und ob das Produkt in der vorgelegten Form und Funktionalität abgenommen werden kann. In dieser Phase haben auch die User noch einen Einfluss auf das Endprodukt, sei es, das Funktionalitäten noch verbessert oder die Usability noch auf die Bedürfnisse der User angepasst werden muss.

 

Die Scrum Retrospektive kann am Abschluss eines Projekts stehen oder als eine Phase vor einem erneuten Sprint Planning Meeting. Die Retrospektive bietet den unmittelbar  Beteiligten Gelegenheit, Verbesserungs- und Optimierungsmöglichkeiten auf zu zeigen und Probleme interner und externer Natur zu identifizieren, ohne jedoch explizite Kritik an Teammitgliedern zu äußern.  Für die Steuerung eines Scrum-Projekts, stehen "Artefakte" zur Verfügung. Dies sind Kontrollinstrumente zur Überprüfung zu Fortschritt und Transparenz des Projekts. Scrum-Artefakte sind beispielsweise Product Backlog, Sprint Backlog oder das Inkrement. Alle diese Instrumente dienen letztlich dazu, Arbeitsschritte als erledigt zu klassifizieren.