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Projektmanagement, Projekt, Software

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Freitag, 20.10.2017

Risikotoleranz

Der Begriff Risikotoleranz im Projektmanagement wird auf vielfältige Art und Weise interpretiert. Zum einen spricht man von Risikotoleranz, wenn ein Schwellenwert für das Gesamtrisiko angegeben werden soll, den eine Unternehmung bei der Durchführung eines Projekts tragen kann. Zum anderen definiert beispielsweise der PMBOK Guide 2008 auch die Risikobereitschaft, die eine Interessensgruppe des Projektes zeigt, als Risikotoleranz bzw. „Risk Tolerance“. PRINCE2, eine weitere Projektmanagement-Richtlinie, differenziert zwischen „Risk Tolerance“ als einem festgelegten Schwellenwert und „Risk Appetite“, der allgemeinen Risikobereitschaft.

 

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Mittel zur Risikosteuerung

Jedoch ist nach PRINCE2 nicht etwa eine nicht überschreitbare Kennzahl für das Gesamtrisiko gemeint, sondern ein Schwellenwert, der bei Überschreitung einen Informationsmechanismus auslöst. Dieses Prinzip kann dazu eingesetzt werden, gezieltes Risikomanagement zu betreiben. Die Steuerung der Risiken folgt dabei dem „Management by Exception“, welches dann greift, wenn der Schwellenwert überschritten wird und die nächst höhere Hierarchieebene informiert werden muss, um entsprechende gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Wenn die Risikotoleranz nicht nur für das Gesamtprojekt, sondern auch für Arbeitspakete und einzelne Projektphasen festgelegt wird, kann durch dieses Managementprinzip auf Abweichungen auf kleinerer Ebene reagiert werden, bevor gravierende Risiken für das Gesamtprojekt auftreten.

 

Risikobereitschaft, Risikoaffinität und Risikofreude

Im Projektmanagement  werden die Begriffe des Risikomanagements teilweise synonym verwendet. So kann „Risk Appetite“ nach PRINCE2 als Risikoaffinität oder Risikofreude übersetzt werden. Die maximale Risikokennzahl, die für ein Projekt als akzeptabel gilt, wird häufig als Risikobereitschaft bezeichnet, obwohl im deutschen Sprachraum durchaus auch der Begriff Risikotoleranz dies ausdrücken könnte. Um Unklarheiten zu vermeiden, sollte eine  genaue Definition für den Begriff Risikotoleranz im Projekthandbuch festgehalten werden. Außerdem  sollte im Handbuch auch auf die befolgten Projektmanagementrichtlinien verwiesen werden. Dies würde die Verständlichkeit zusätzlich erleichtern, da in der Begriffsverwendung im Bereich des Risikomanagements derart große Unterschiede bestehen, dass es sonst zu Missverständnissen innerhalb des Projektteams führen könnte. Auch auf den Gebrauch des Wortes Risikotoleranz als Sammelbegriff sollte im Sinne der besseren Verständlichkeit verzichtet werden.