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Projektmanagement, Projekt, Software

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Donnerstag, 17.08.2017

Risikobewertung

Von der Risikobewertung spricht man im Zusammenhang mit dem Risikomanagement eines Projektes. Sie hat die Einschätzung der identifizierten Risiken zur Aufgabe und stellt daher eine große Herausvorderung für das Management dar, da es schwierig ist, diese Wahrscheinlichkeiten genau zu beziffern. Die Norm DIN 69905, welche die Risikobewertung definiert, weist zusätzlich darauf hin, dass Risiken sowohl immaterieller, als auch materieller Natur sein können und dadurch umso schwerer abzusehen sind. Es muss zwischen konkreten Sachschäden, welche durch die fehlerhafte Bewertung der möglichen Projektrisiken entstehen können,und einem Verlusst des Ansehens unterschieden werden, welcher beispielsweise zukünftige Vermögensverluste nachsichziehen könnte.

 

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PMBOK Guide

Folgt man nicht der DIN-Norm, sondern dem PMBOK Guide, so wird die Risikobewertung als eigenständiger Prozess innerhalb des Risikomanagements betrachtet und als quantitative Risikoanalyse bezeichnet. Der Guide fordert eine umfassende Einschätzung der möglichen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos und soll zusätzlich dazu beitragen, den Einfluss auf das Gesamtprojekt besser im Auge zu behalten. Methoden, wie die Erstellung von Risikomatrizen und die Priorisierung besonders gravierender Risiken, helfen dabei.

 

Bedeutung des Risikomanagements

Auch wenn die Bedeutung des Risikomanagements und damit besonders auch die Konzentration auf eine verlässliche Risikobewertung immer stärker zunimmt, wird in der Realität noch häufig auf umfassende Analysen verzichtet. Das Argument, dass diese sehr viel Zeit und damit wertvolle Ressourcen beanspruchen, wird jedoch spätestens nach Eintreten vermeidbarer Risiken außer Kraft gesetzt, da diese einen Rückschlag für das gesamte Projekt und damit Mehrarbeit und gegebenenfalls wesentlich höhere Verlusste bedeuten. Ein ganzheitliches Risikomanagement ist für den Erfolg des Projekts daher unverzichtbar, sollte aber gleichzeitig mit dem Projektumfang in Einklang stehen.

 

Schwachpunkte von DIN und PMBOK

Auch wenn die Wichtigkeit der Risikobewertung außer Frage steht, muss darauf hingewiesen werden, dass dennoch sowohl die DIN-Norm, als auch der PMBOK Guide Schwachstellen bezüglich der Bewertung aufweisen. So berücksichtigen beide bei einer Risikoanalyse nicht die Ergebnisse einer FMEA (Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse), obwohl diese wertvolle Erfahrungen und Erkenntisse zur Risikobewertung beisteuern könnte. Außerdem wird nicht bewertet, mit welcher Wahrscheinlichkeit die Früherkennung von identifizierten Risiken möglich ist. Das bedeutet, dass nicht genug Gewicht auf die Risikovorsorge gelegt wird.