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Projektmanagement, Projekt, Software

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Freitag, 20.10.2017
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PRINCE2 – die Alternative im Projektmanagement?

PRINCE2 ist eine prozessorientierte Methode des Projektmanagements und gehört – ähnlich wie Scrum und PMBOK – zum Bereich agiler Softwareentwicklung im Projektmanagement. Prince, der Vorgänger von Prince2, wurde 1989 als Projektstandart für IT-Projekte der britischen Regierung gesetzt und 1996 von Prince2 abgelöst, da die Projektanforderungen in der Zwischenzeit deutlich gewachsen waren.  Prince2 ist in Großbritannien und den Niederlanden Standard, aber verbreitet sich in den letzten Jahren auch zunehmend in Deutschland und dem übrigen Europa. Prince ist ein Akronym und steht für „Projects In Controlled Environment“.

PRINCE2 als Projektmanagementmethode kann – obgleich urheberrechtlich geschützt - lizenzfrei genutzt werden. Wie bei Open-Source-Produkten, fallen lediglich Kosten für Schulungen, Beratungsleistungen und individuelle Anpassungen an.

PRINCE2 gibt eine Grundstruktur für ein Projekt vor, aus welchem ein Prozessmodell entwickelt wird, anhand dessen den Projektmitgliedern für jede Projektphase Handlungsempfehlungen gegeben werden.
PRINCE2 besteht aus vier  Bausteinen:  sieben Grundprinzipien, sieben Themen, sieben Prozessen sowie der Anpassungen an die Projektumgebung. Der Projektablauf muss mindestens zwei Phasen (bei kleinen Projekten) oder mehr enthalten.

PRINCE2 schreibt neun Rollen und ihre jeweiligen Verantwortlichkeiten im Projekt vor. Der  Projektmanager trägt – im Gegensatz zu klassischen Projektmanagement-Methoden – in PRINCE2  nur für eine Phase in einem klar definierten Bereich die Verantwortung.  Das  Project Board, zu vergleichen in etwa mit einem Verwaltungsrat, besteht aus Repräsentanten aller am Projekt beteiligten Gruppen. Der Auftraggeber (Executive), der Vertreter der Endanwender (Senior User) sowie ein Vertreter des Softwarelieferanten (Senior Supplier) gehören bei Prince2 zwingend zum Project Board, weitere Repräsentanten können bei Bedarf hinzugezogen werden.

PRINCE2 kennt sieben Grundprinzipien, die für den Projektleiter und das Team als übergeordneter Leitfaden während der Projektarbeit dienen und an die sich verbindlich gehalten werden muss. Sie sind allgemein gehalten und daher prinzipiell für jede Branche, jede Aufgabe und jedes Unternehmen geeignet (Quelle:OGC: Erfolgreiche Projekte managen mit PRINCE2)

Grundprinzip Beschreibung
Fortlaufende geschäftliche Rechtfertigung Das Projekt braucht einen berechtigten Grund für seinen Start und es muss fortwährend gewährleistet sein, dass dieses Projekt einen dokumentierten und genehmigten erwarteten Nutzen hat
Lernen aus Erfahrungen Erfahrungen aus anderen Projekten oder anderen Quellen werden gezielt mit aufgenommen und die gesammelten Erfahrungen im laufenden Projekt festgehalten
Definierte Rollen und Verantwortlichkeiten In einem Projekt benötigt es definierte Rollen und Verantwortlichkeiten innerhalb einer Organisationsstruktur, in der die Interessen des Unternehmens, der Benutzer und der Lieferanten vertreten sind
Steuern über Managementphasen Die Planung, Überwachung und Steuerung ist nach Phasen gegliedert.
Steuern nach dem Ausnahmeprinzip Für jedes Projektziel (siehe 6 Dimensionen) werden bestimmte Toleranzen definiert, die den Handlungsrahmen für delegierte Befugnisse festlegen
Produktorientierung Ein PRINCE2-Projekt ist auf die Definition und Lieferung von Produkten ausgerichtet, wobei der Schwerpunkt auf deren Qualitätsanforderungen liegt. Produktorientierung könnte man auch als "Ergebnisorientierung" bezeichnen
Anpassen an die Projektumgebung PRINCE2 wird für jedes Unternehmen und teilweise sogar für jedes Projekt angepasst, um auf die speziellen Anforderungen eines Projekts hinsichtlich seiner Umgebung, des Umfangs, der Komplexität, der Wichtigkeit, der Leistungsfähigkeit und des Risikos eingehen zu können


Die Inhalte des Projektmanagements werden bei PRINCE2 in sieben Themenbereichen definiert: Diese sind: Business Case, Organisation, Qualität, Pläne, Risiken, Änderungen, Fortschritt

PRINCE2 kennt darüber hinaus sieben Prozesse, in die das Projekt chronologisch aufgeteilt  wird: Projektvorbereitung, Projektlenkung, Projektinitiierung, Phasensteuerung, Managen der Produktlieferung, Managen eines Phasenübergangs, Projektabschluss.

PRINCE2 favorisiert, wie kaum ein anderes PM-System, eine unternehmerische Sichtweise auf den Fortgang des Projektmanagementprozesses und richtet seinen Fokus auf die permanente Überprüfung, ob der ursprüngliche Business Case in allen Projektphasen eingehalten wird.

Eine vertiefende Darstellung und weitere Informationen in: Office of Government Commerce (OGC): Erfolgreiche Projekte managen mit PRINCE2, ein Überblick über PRINCE2-Zertifizierungsseminare in Deutschland auf: www.prince2-deutschland.de