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Projektmanagement, Projekt, Software

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Freitag, 20.10.2017

Phase Gate®

Das sogenannte phase-gate model, auch unter "phase-gate process" bekannt, ist eine Technik des Projektmanagements, in der ein Projekt in verschiedene Phasen unterteilt wird, die durch sogenannte "Gates" (deutsch: Tore) getrennt sind. Im Grunde ist die phase-gate Methode in dieser Hinsicht also mit der Setzung von Meilensteinen vergleichbar, jedoch ist die Meilensteinanalyse weitaus komplizierter und detailreicher.

 

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Bei jedem Gate wird von einem Projektverantwortlichen oder einem Komitee über den weiteren Werdegang des Projektes und damit auch des Produktes entschieden. Die Entscheidungen über die Projektstrategie hängen von vielen Faktoren ab, die wichtigsten stellen die Punkte Zeit, Unternehmensumfeld, Risikoanalyse und die Verfügbarkeit der erforderlichen Ressourcen dar (das schließt neben materiellen auch finanzielle oder menschliche Ressourcen mit ein).

 

Die Phasen und Tore

In der Regel besteht ein Projektmodell, welches die Strategie der phase-gate Methode verfolgt, aus den folgenden 5 Phasen. Ein phase-gate model kann mit einer Straßenkarte verglichen werden, wobei die Gates die großen Kreuzungen und Knotenpunkte sind.

 

  • Phase 1: Ideenfindung und erste Analyse
  • Phase 2: Business Case (Untersuchung auf Wirtschaftlichkeit)
  • Phase 3: Entwicklung
  • Phase 4: Test und Validierung
  • Phase 5: Projektstart

Das gesamte Projekt kann durch das phase-gate model simuliert werden - auch kann dadurch der Einfluss einzelner Änderungen ersichtlich werden. Im Folgenden sind die einzelnen Gates aufgelistet:

  • Qualitätssicherung
    Durch dieses Gate wird überprüft, ob der vorige Schritt in der entsprechenden Qualität ausgeführt wurde.
  • Umfeld- und Statusüberprüfung
    Das Projekt wird auf die zukünftige Wirtschaftlichkeit und Attraktivität überprüft.
  • Aktionsplan
    Es wird analysiert, ob die erforderlichen Ressourcen vorhanden und in dem nötigen Maße eingesetzt werden können.

Aus jedem dieser Gates resultiert eine Entscheidung, die nur folgende Werte annehmen kann: go, kill, hold, recycle oder conditional go. Übersetzt würde das bedeuten, dass jedes Gate darüber entscheidet, ob das Projekt weitergeht, ob es aufgegeben oder angehalten oder ob es (teilweise) recycelt wird. Außerdem besteht die Möglichkeit, das Projekt nur unter bestimmten Bedingungen weiter laufen zu lassen (conditional go). Ein Gate hat eine bestimmte Struktur, die auf den folgenden Elementen basiert:

  • deliverables (Leistungen): Es wird bemessen, was das Team und der Projektmanager zu der Entscheidung beiträgt. Dies wird immer am Ausgang eines jeden Gates überprüft.
  • Criteria (Kriterien): Es wird analysiert, inwieweit Fragen oder Messungen über das Projekt Auskunft geben können um daraus eine Entscheidung zu ziehen, die im sogenannten
  • output (Ausgabe) gefällt wird. Der Output kann wie bereits beschrieben nur die Werte "go, kill, hold, recycle oder conditional go" annehmen.

Das Phase Gate® Modell ist fast deckungsgleich mit dem Stage-Gate® Prozess, der ebenfalls eine vereinfachte Meilensteinanalyse darstellt. Im Grunde beschreiben alle Modelle jedoch eine abgegrenzte Vorgehensweise, deren innere Grenzen als Kontroll- und Kommandopunkt dienen. Sie unterscheiden sich lediglich in der Wortwahl und in der Wahl der Grenzen. Die Methoden dienen als Simulation von Entscheidungen und als Spiegel der Vergangenheit, das sind im Grunde auch die beiden Kriterien, die bei jedem "Gate" (phase-gate process) oder bei jedem Meilenstein (stage-gate® process) überprüft werden und den Ausschlag zu einem der Befehle go, kill, hold, recycle, conditional go (phase-gate process) oder go, kill, redirect (stage-gate® process) geben.