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Projektmanagement, Projekt, Software

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Freitag, 20.10.2017
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Warum IT-Projekte immer wieder scheitern

Die Ursachen, weshalb IT-Projekte scheitern, sind in der Regel nicht  monokausal begründet. Häufig handelt es sich um eine Kette von Fehlern und Versäumnissen, die sich im Projektverlauf kulminieren und letztlich zum Scheitern führen.

 

Sieben Gründe für das Scheitern von Projekten

  1. Projekte scheitern, weil die Projektziele überambitioniert sind
    Wenn im Vorfeld zu viele oder zu komplexe Projetziele definiert werden, so gerät das Projekt schnell an seine technischen und personellen Grenzen. Besser ist es, ein Projektziel zu bestimmen und die weiteren Aufgaben in singuläre Nachfolgeprojekte zu integrieren, was die Gefahr des Projektscheiterns zumindest reduziert.
  2. Projekte scheitern an Planungsfehlern
    Werden in der Planungsphase falsche Grundannahmen getroffen, so können diese einen fatalen Einfluss auf den gesamten Projektverlauf haben. Höchste Sorgfalt bei der Analyse des Ist-Zustands, bei Grob- und Detailplanung, permanentes Controlling der Projektfortschritte inklusive Überprüfung des vorgegebenen zeitlichen und budgetären Rahmens, können das Risiko minimieren.
  3. Projekte scheitern wegen Terminüberschreitungen
    Wird ein zu ambitionierter Terminplan entwickelt, der aus technischen oder personellen Gründen nicht eingehalten werden kann, so hat dies häufig drastische Konsequenzen. Verhindern lässt sich das nur, wenn in die Terminplanung zeitliche Puffer eingebaut werden, Meilensteine eng gesetzt und Ihre terminliche Einhaltung mittels verschiedener Instrumente, wie beispielsweise einer MTA, laufend überprüft werden.
  4. Projekte scheitern aus Gründen der Budgetüberschreitung
    Budgetüberschreitungen sind zumeist eine Folge von Terminüberschreitungen. Zusätzliche personelle Ressourcen müssen angefordert, im Notfall auch externe Berater eingesetzt werden. Neben der Überschreitung des Projektbudgets sind auch die Folgekosten, die sich aus nicht fristgerechter Fertigstellung ergeben, zu berücksichtigen. Laufen diese Kosten aus dem Ruder, so kann dies das Ende des Projekts bedeuten.
  5. Projekte scheitern, weil die Projektleitung Defizite aufweist
    Der Projektleiter ist der wichtigste Entscheider im gesamten Projektzyklus. Er bildet die Schnittstelle zu seinem Management, zum Projektteam, zu den Key-Usern sowie zum Softwarelieferanten. Von der Projektplanung bis zum Projektabschluss zeichnet er für die Steuerung und das Controlling des Projekts verantwortlich. Neben dem technischen Anforderungsprofil hat der Projektleiter auch über eine hohe Kommunikationsfähigkeit zu verfügen.  Ist diese nicht oder nur bedingt vorhanden, so führt dies unweigerlich zu Informationsdefiziten gegenüber allen in das Projekt involvierten Personen. Gleiches gilt natürlich auch für den Projektverantwortlichen des Softwareherstellers. Ein Austausch des Projektleiters mitten in der Projektphase kann sich zu einer veritablen Projektkrise ausweiten, denn die Einarbeitung eines Nachfolgers verzögert das Projekt zumeist erheblich.
  6. Projekte scheitern an fehlender Akzeptanz der Mitarbeiter
    Bereits bei der Planung sollten diejenigen Personen, die später das System administrieren und bedienen (Key-User, Endanwender), involviert werden. Ihre Kenntnis der routinemäßigen Abläufe und des Ist-Zustands ist eine wertvolle Quelle für Verbesserungen in  Funktionalität und Design des neuen Programms.  Sie sind es in der Regel auch, die die Software testen und deren Feedback wiederum in die Programmoptimierung einfließen sollte. Werden die konstruktiven Ideen, aber auch die Kritik an bestimmten Abläufen und Organisationsverfahren nicht ernst genommen, so wird sich fehlende Akzeptanz und eine Widerstandshaltung einstellen, die zu Verzögerungen führen kann.
  7. Unvorhersehbare Ereignisse lassen Projekte scheitern
    Häufig scheitern Projekte an Ereignissen, die weder antizipierbar, noch mit Mitteln des Risikomanagements vorhersehbar sind. Wenn mehrere Projektverantwortliche durch Krankheit oder Stellenwechsel gleichzeitig ausfallen, ist dies – insbesondere bei kleineren Unternehmen – nicht kompensierbar. Bei lang andauernden Projekten kann es vorkommen, dass das ursprüngliche Projektziel durch neue Technologien, durch den Wegfall des ursprünglichen Geschäftsmodells oder durch einen Strategiewechsel des Unternehmens obsolet geworden ist. Aber auch politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen können sich so grundlegend ändern, dass Unternehmen gezwungen sind, Budgets und Ressourcen aus einem Projekt abzuziehen und es sterben zu lassen, was das unmittelbare Scheitern des Projekts bedeutet. Und – leider auch dies keine Seltenheit – kann ein Unternehmen auch insolvent werden, was dann zwangsläufig das Ende für das Projekt und seine Mitarbeiter bedeutet.